Jede Webadresse, die Sie in den Browser eingeben, hat einen klaren Aufbau: Protokoll, Subdomain, Domain, Pfad. Was genau eine Subdomain ist und wie sie sich von Domain, Pfad und den anderen Bestandteilen einer URL unterscheidet, erklären wir in diesem Lexikon-Artikel, mit einer großen, anschaulichen Auflösung einer Beispiel-URL und Tipps für die Praxis und SEO.
Was ist eine Subdomain? Definition
Eine Subdomain ist der Teil einer Internetadresse (URL), der vor der eigentlichen Domain steht und durch einen Punkt (.) getrennt ist. Sie „unterteilt“ die Domain in Bereiche.
Das bekannteste Beispiel ist www: In der Adresse www.beispiel.de ist „www“ die Subdomain, „beispiel“ der Domainname und „de“ die Top-Level-Domain (TLD). Weitere typische Subdomains sind blog.beispiel.de, shop.beispiel.de oder mail.beispiel.de. Jede davon kann auf andere Server oder Verzeichnisse zeigen und damit andere Inhalte anzeigen.
Für Suchmaschinen wie Google sind Subdomains Teil Ihrer Gesamtpräsenz: Sie werden gecrawlt und indexiert. Wie Sie Subdomains nutzen (z. B. für Blog, Shop oder Regionen), hat Auswirkungen auf Struktur, interne Verlinkung und damit auf die Suchmaschinenoptimierung. Daher lohnt es sich, den Aufbau einer URL genau zu verstehen.
Aufbau einer URL: Jeder Teil im Überblick
Eine vollständige URL setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Damit Sie sich das gut vorstellen können, nehmen wir eine konkrete Beispiel-URL und zerlegen sie in große, lesbare Teile. Jeder Teil wird kurz erklärt.
Stellen Sie sich folgende Beispiel-URL vor (in großer Darstellung zur besseren Orientierung):
https://www.beispiel.de/blog/artikel-2024
→ https://, Protokoll. Gibt an, wie die Daten übertragen werden. „https“ bedeutet verschlüsselte Übertragung (empfohlen für jede Website). „http“ (ohne „s“) ist veraltet und unsicher.
→ www, Subdomain. „World Wide Web“, historisch die häufigste Subdomain für die Hauptseite. Viele Anbieter leiten die Domain ohne „www“ hierher um oder umgekehrt. „www“ ist also eine Subdomain wie jede andere.
→ ., Punkt (Trennzeichen). Trennt Subdomain von Domainname und Domainname von der TLD.
→ beispiel, Domainname (Second-Level). Der eigentliche Name Ihrer Website oder Ihres Unternehmens. Wird zusammen mit der TLD (z. B. „de“) als „Domain“ bezeichnet.
→ de, Top-Level-Domain (TLD). Der Endungsteil: .de, .com, .org usw. Sie kennzeichnet oft die Region oder den Zweck (z. B. .de für Deutschland, .com für kommerziell).
→ /, Schrägstrich (Slash). Leitet den Pfad ein. Alles nach dem ersten Slash nach der Domain beschreibt Ordner und Dateien auf dem Server.
→ blog, Erster Pfadbestandteil (Ordner/Bereich). Oft ein „Ordner“ oder eine Kategorie auf der Website, z. B. alle Blog-Artikel. Hier: /blog/.
→ artikel-2024, Zweiter Pfadbestandteil (Seite/Ressource). Eine konkrete Seite oder ein Beitrag, z. B. ein Blog-Artikel. Die komplette „Pfad“-Angabe ist /blog/artikel-2024.
Kurz zusammengefasst: Subdomain = der Teil vor der Hauptdomain (z. B. www in www.beispiel.de). Domain = Domainname + TLD (beispiel.de). Pfad = alles nach dem Schrägstrich (/blog/artikel-2024). Das Protokoll (https://) steht ganz vorn und sorgt für die sichere Übertragung.
Subdomain vs. Domain: Der Unterschied
Die Domain (z. B. beispiel.de) ist der zentrale, registrierte Name Ihrer Website. Sie kaufen oder mieten sie bei einer Registrierungsstelle (Registrar). Die Domain ist weltweit eindeutig (in Kombination mit der TLD).
Eine Subdomain „hängt“ an dieser Domain. Sie wird von Ihnen oder Ihrem Hoster eingerichtet und steht vor der Domain in der URL. Technisch gesehen verweist sie im DNS (Domain Name System) auf einen anderen Server, einen anderen Ordner oder dieselbe Anwendung mit anderer Konfiguration. Für Nutzer und Suchmaschinen sieht es aus wie ein eigener „Bereich“ unter Ihrer Marke.
| Begriff | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Domain | beispiel.de | Hauptname + TLD, einmalig registriert |
| Subdomain | www, blog, shop | Teil vor der Domain, von Ihnen eingerichtet |
| Pfad (Subfolder) | /blog/artikel-2024 | Ordner und Dateien nach dem ersten / |
Wenn Sie also fragen: Was ist eine Subdomain?, dann ist sie der Teil vor dem Domainnamen in der Adresszeile, getrennt durch einen Punkt. „www“ ist nur die bekannteste von vielen möglichen Subdomains.
Typische Subdomain-Beispiele
- www.beispiel.de, die klassische „Startseite“. Viele Unternehmen leiten beispiel.de auf www.beispiel.de weiter (oder umgekehrt), damit alle Besucher dieselbe Adresse sehen.
- blog.beispiel.de, ein eigener Bereich für Blog-Artikel. Getrennt von der Hauptseite, aber unter derselben Domain.
- shop.beispiel.de, oft der Onlineshop. Kann auf ein anderes System (z. B. Shopsoftware) zeigen.
- mail.beispiel.de, häufig für E-Mail-Dienste (Webmail) oder E-Mail-Server-Konfiguration.
- en.beispiel.de oder en.beispiel.com, oft für die englische Version der Website (mehrsprachige Struktur).
- app.beispiel.de, für eine Web-Applikation oder ein Kundenportal.
Jede dieser Subdomains kann technisch anders betrieben werden (anderer Server, anderes CMS), bleibt aber Teil Ihrer Marke und Ihrer Domain. Für das Google Ranking und die Suchmaschinenoptimierung ist wichtig: Google behandelt Subdomains als Teil Ihrer Gesamtpräsenz, kann sie aber getrennt crawlen und einordnen. Eine klare Struktur und sinnvolle interne Verlinkung zwischen Hauptdomain und Subdomains helfen dabei, dass Ihre Inhalte gut gefunden werden.
Subdomain vs. Unterordner (Subfolder)
Statt blog.beispiel.de könnten Sie auch beispiel.de/blog/ nutzen. Dann ist „blog“ kein Subdomain-, sondern ein Pfadbestandteil (Unterordner). Beide Varianten sind technisch möglich; der Unterschied:
- Subdomain: blog.beispiel.de, eigener „Bereich“ vor der Domain. Kann auf anderen Server oder anderes System zeigen. Für Nutzer und Google sichtbar als eigener Adressbereich.
- Unterordner (Subfolder): beispiel.de/blog/, alles bleibt unter einer Domain. Einfacher zu verwalten, alle Signale (Links, Vertrauen) sammeln sich auf einer Domain. Von Google oft als „eine Website“ betrachtet.
Für die meisten kleinen und mittleren Websites empfehlen Suchmaschinenexperten und Google selbst oft Unterordner (z. B. beispiel.de/blog/, beispiel.de/leistungen/), weil so eine einheitliche Struktur entsteht und das Ranking-Potenzial auf einer Domain gebündelt wird. Subdomains sind sinnvoll, wenn Sie bewusst getrennte Bereiche betreiben (z. B. einen Shop auf anderer Software, eine regionale Seite oder ein separates Produkt). Wenn Sie eine neue Homepage erstellen, lohnt es sich, von vornherein eine klare URL- und Subdomain-Strategie zu haben.
Was bedeutet „www“ in der URL?
„www“ steht für „World Wide Web“. Es ist eine Subdomain wie jede andere, nur die älteste und bekannteste. Früher wurden viele Dienste über Subdomains getrennt: www für die Website, mail für E-Mail, ftp für Dateiübertragung. Heute nutzen viele Anbieter nur noch „www“ oder gar keine Subdomain (nur beispiel.de).
Ob Sie Nutzer zu www.beispiel.de oder beispiel.de führen, ist Geschmackssache und Technik: Wichtig ist, dass Sie eine Variante als Hauptadresse wählen und die andere per Weiterleitung (Redirect) dorthin leiten. So vermeiden Sie doppelten Inhalt (Duplicate Content) und bündeln alle Signale auf eine URL, gut für das Google Ranking.
Subdomains und SEO: Was Sie beachten sollten
Suchmaschinen wie Google crawlen und indexieren Subdomains. Sie werden als Teil Ihrer Domain betrachtet, können aber je nach Inhalt und Verlinkung unterschiedlich stark ranken. Wichtig:
- Konsistenz: Entscheiden Sie sich für eine klare Struktur (z. B. nur Unterordner oder gezielt Subdomains für Shop/Blog) und bleiben Sie dabei.
- Interne Verlinkung: Verlinken Sie von der Hauptseite auf wichtige Subdomains und umgekehrt. So helfen Sie Google, die Wichtigkeit und den Zusammenhang zu verstehen.
- Technische Qualität: Auch Subdomains brauchen schnelle Ladezeiten, Mobiltauglichkeit und saubere Meta-Daten, wie in unserem Lexikon unter Was ist SEO? beschrieben.
- Inhalte und E-E-A-T: Jede Subdomain sollte hilfreiche, vertrauenswürdige Inhalte bieten. E-E-A-T-Grundsätze gelten für alle Bereiche Ihrer Präsenz.
Wenn Sie Subdomains einsetzen (z. B. für Blog oder Shop), sollten sie in die Gesamtstrategie Ihrer Suchmaschinenoptimierung passen. Eine SEO-Agentur kann Sie dabei unterstützen, die beste Struktur für Ihre Ziele zu wählen.
Zusammenfassung: Was ist eine Subdomain?
- Eine Subdomain ist der Teil einer URL vor der Hauptdomain, getrennt durch einen Punkt (z. B. www, blog, shop in www.beispiel.de, blog.beispiel.de).
- Die URL setzt sich zusammen aus: Protokoll (https://), Subdomain, Domainname, TLD, Schrägstrich und Pfad.
- www ist die bekannteste Subdomain und wird oft für die Hauptseite verwendet.
- Subdomains eignen sich für getrennte Bereiche (Blog, Shop, Regionen); für viele Websites sind Unterordner (z. B. beispiel.de/blog/) einfacher und SEO-freundlicher.
- Für ein gutes Google-Ranking: eine klare Struktur wählen, intern verlinken und technische sowie inhaltliche Qualität auf allen Bereichen sicherstellen.
Praxis-Tipp: Sie planen eine neue Website oder eine Umstrukturierung und sind unsicher, ob Sie Subdomains oder Unterordner nutzen sollen? Wir bei Daalsen beraten Sie zu URL-Struktur, technischer SEO und nachhaltigem Google Ranking. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.



